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	<title>Vile Elegy</title>
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		<title>free crossover / hip hop backing track</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 20:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[At first this track was meant to make some dirty Hip Hop in the style of Cypress Hill or something. But it isn`t perfect at all and I also failed with adding vocals. So I decided to give it away &#8230; <a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/free-crossover-hip-hop-backing-track/512">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>At first this track was meant to make some dirty Hip Hop in the style of Cypress Hill or something. But it isn`t perfect at all and I also failed with adding vocals. So I decided to give it away for free. Maybe someone can use it for his own project. Feel free to download, remix it or whatever you want. It´s completely free, even for commercial use. But of course I would like to know where it´s used, and it would be great if you also mention my name <img src="http://www.trecki.net/tr3xx1/wp-content/themes/grey-opaque/images/smilies/icon_wink.gif" alt="Smilie: ;)" title="Smilie: ;)" /></p>
<p>If someone needs a different remix with less bass, other file format or whatever, feel free to ask me and I will look what I can do.</p>
<p><a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/wp-content/uploads/2013/04/CrossoverHipHop-backing-track.mp3">download as mp3</a></p>
<p><a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/wp-content/uploads/2013/04/CrossoverHipHop-backing-track.wav">download as wav</a></p>
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		<title>Vile Elegy &#8211; Tanz der Vampire</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 19:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Vampyr]]></category>
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		<description><![CDATA[Lyrics: Im fernen Land zu ferner Zeit, da war ich einst zum Tanz bereit. Verführungskunst, des Teufels Macht hat mich dem Tod ganz nah gebracht Zum Todesreigen großer Tanz, verliert das Leben jeden Glanz. Als mich die Gier nach Blut &#8230; <a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/vile-elegy-tanz-der-vampire/463">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lyrics:</p>
<p>Im fernen Land zu ferner Zeit,<br />
da war ich einst zum Tanz bereit.<br />
Verführungskunst, des Teufels Macht<br />
hat mich dem Tod ganz nah gebracht<br />
<span id="more-463"></span><br />
Zum Todesreigen großer Tanz,<br />
verliert das Leben jeden Glanz.<br />
Als mich die Gier nach Blut befiel,<br />
war ich schon Teil in diesem Spiel.<br />
Was einmal Mensch war, wird zum Tier!<br />
Das ist der Tanz der Vampire!</p>
<p>Oh, große Lust der Unterwelt,<br />
die Tugend Dir zum Opfer fällt.<br />
Kalte Herzen, tote Wut<br />
so tanzt die schwarze Teufelsbrut!<br />
zu einer Synphonie aus Blut<br />
gefällig triste Schaurigkeit,<br />
der Existenz in Ewigkeit</p>
<p>Oh, dunkelrote Traurigkeit<br />
Vampyria aus alter Zeit.<br />
Das Blut dir von den Lippen lief,<br />
wie bittersüßes Mandel-Gift.<br />
Da hast Du mich zum Tanz geladen<br />
dem Lebenden nun zu entsagen.</p>
<p>Mein Herz das ist nun totenstill,<br />
der Wahnsinn ist nun mein Kalkül,<br />
der Mond scheint rot, das Land scheint tot.<br />
Kinder der Nacht, erwacht!<br />
Ein Winterland im kalten Kleid<br />
macht sich für uns nun bereit,<br />
für uns hat es sich so gekleidet<br />
hat sich so auf uns vorbereitet!<br />
Im frostig stillen Todeszug<br />
erscheint das schneeweiss blutig rot.<br />
Es dürstet nach der Menschen Leiber<br />
ob Kind, ob Mann, ob Weiber<br />
Jähzorn der Natur, euch bekannt als Vampyr!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Eremit</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2012 18:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte / Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eremit]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[geschriebenes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Im weiten Land zwischen den Wäldern gibt es immer noch diese kleinen Quellen der Ursprünglichkeit, der unberührten Natur. Kleine Oasen, die unmenschlich wirken, weil kein Mensch sie berührt und niemand dort ist, der sie nach menschlichen Maßstäben beurteilen könnte. Es &#8230; <a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/der-eremit/453">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im weiten Land zwischen den Wäldern gibt es immer noch diese kleinen Quellen der Ursprünglichkeit, der unberührten Natur. Kleine Oasen, die unmenschlich wirken, weil kein Mensch sie berührt und niemand dort ist, der sie nach menschlichen Maßstäben beurteilen könnte. Es gibt nicht mehr viele solcher Orte, denn es gibt viele Menschen die diese Orte suchen. Da gibt es jene, die sich diese unberührten Orte zu einem adäquaten Lebensraum machen wollen und solche, denen die Ursprünglichkeit an sich Lebensraum genug ist. Der namenlose Alte gehörte zu den Letzteren. Es reichte ihm fernab, oder zumindest fern genug von den &#8216;Anderen&#8217;, in einer selbstgezimmerten Hütte zwischen den Wäldern zu leben.</p>
<p><img src="http://www.trecki.net/tr3xx1/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-453"></span><br />
Schon in jungen Jahren war er der Menschheit und ihrer Menschlichkeit überdrüssig, nachdem er in kurzer Zeit ganz deutlich alle Aspekte dieser Spezies erfahren musste. Also ließ er die in Scherben liegende Welt zurück und versuchte seine bessere Welt.<br />
Vielleicht lag die Welt auch gar nicht in Scherben, vielleicht war sie nur ein großes Puzzle, das niemand zusammensetzen konnte um darin ein sinnvolles Bild zu erkennen. Dann wäre sie nicht kaputt, sondern gerade so wie es eben ihre Bestimmung war. Nach den grausigen Erlebnissen, schien das dem Namenlosen aber unvorstellbar. Erst viel später, nach Jahren allein unter Pflanzen und Tieren, kam ihm dieser flüchtige Gedanke. Er vergaß ihn sogleich.</p>
<p>Der Namenlose wähnte sich als Anti-Mensch, als einer der zu etwas zurückgekehrt war; einer der keine Menschen um sich herum bedurfte und es gab niemanden, der ihn auf sein widersprüchliches Verhalten aufmerksam machen konnte: Der Namenlose war nämlich ein großer Freund der Künste. Er hatte einst viel gelesen und sich Schauspiele angeschaut. Die Dichtkunst und das Theater waren seine größte Leidenschaft, obwohl dies unbestreitbar menschliche Werke waren. So widersprechen sich die Misanthropen dieser Welt: Zwar verachten sie den Mensch an sich, aber dann finden sie doch ihre Liebe zu so manch einem Exemplar dieser Gattung, oder zumindest zu dessen geistigen Auswurf.<br />
Der Namenlose hatte seinerzeit weder Bücher noch Bilder mitgenommen, nur einen Spiegel. So manchen Abend saß er in seiner zusammengezimmerten Hütte und gab sich als großer Mann vor seinem Publikum. Dieses schaute immerzu wohlwollend, lockend, die großen meisterlichen Schöpfungen des Namenlosen an. Monologe, Dialoge, große philosophische Ideen. Wie wunderbar!<br />
Im Spiegel folgte das Publikum dem großen Künstler, der nicht mehr als seine Sprache und seine Kenntnisse über die Menschheit mit in den Wald genommen hatte. Und eben diesen Spiegel.<br />
Regelmäßig saß das Publikum zugleich auf einer Anklagebank, ohne dass diese Angeklagten jemals Gelegenheit bekamen irgendwelche Vorstellungen des Namenlosen zu widerlegen, zu begründen oder zu diskutieren.<br />
Zum morgen hin gärtnerte der Namenlose und sorgte für Nahrung. Manchmal fütterte er auch Tiere, aber domestizieren konnte er niemals eines. So blieb das Spiegelbild sein einziger Freund und das wurde immer grauer und immer unmenschlicher. Es war ihm ganz Recht.</p>
<p>In einem sehr kalten Winter, als der Wald schon nur noch wie ein totes Gerippe schien, war der Namenlose früh in seiner Hütte. Es wurde immer schwerer für alles zu sorgen, denn die tägliche Arbeit bereitete ihm mittlerweile große Schmerzen. Es wäre sein Tod, wenn er nicht mehr für sich sorgen könnte und er nahm es gelassen zur Kenntnis, denn das ist der Wille der Natur… &#8211; Oh, moment, die Natur hat ja keinen Willen… Und so heißt es folgerichtig: So ist die Natur!</p>
<p>In der Abendvorstellung gab es die große Premiere der neuesten, genialen Schöpfung – so urteilte der einzige Kritiker. Das Stück war geprägt, durch Gedanken über Kunst an sich. Der Vortragende und das Publikum, waren gleichermaßen gespannt. Vor der Vorstellung blickte der Namenlose durch den Vorhang und stellte zufrieden fest, dass sein Publikum ebenso neugierig war.<br />
Die Kerze aus Eigenproduktion warf ein fahles Licht in die dunkle Holzhütte. Als zwei Fackeln entzündet wurden ging ein gespanntes Raunen durch das Publikum. Der Namenlose nahm Platz hinter dem Vorhang und ging im Geiste seinen Text durch. Er hatte Lampenfieber, aber aus Erfahrung wusste er, dass ihm dies nach den ersten Zeilen vergehen würde.</p>
<p>Und dann fiel der Vorhang. Es wurde ganz still im Hütten-Theater, der Namenlose saß zunächst nur auf seinen Stuhl und blickte sich im dunklen Saal um. Er sah alt aus. Alt und Weise, mit einem langen buschigen Bart, mit einem Stock in der Hand und einem langen Umhang bekleidet. Wie ein Mann, dem man glaubt, sah er aus! Wie jemand, dem man mit Respekt begegnet, sah er aus!<br />
„Nun denn!“ sprach er mit grimmiger Miene. „Da seid ihr nun, Ihr tollen Menschen, um zu hören was ich Euch sage!“<br />
Er blickte verächtlich, dann schlug er zornerfüllt seinen Stock auf den Boden, dass kleine Staubwölkchen von den Brettern aufstieben. Er wirbelte herum wie ein Derwisch voller Wut und die Flammen flackerten durch den Luftzug seines langen Mantels. Schaurig sah das Schauspiel aus, wenn es denn jemand gesehen hätte!<br />
„Ihr seid gelogen!“ brüllte er ins Publikum „Eine infame Lüge, ein Betrug! Und so wie ihr seid, das träume ich mir nur!“<br />
Er setzte sich, kauerte fast und stütze sich dabei auf seinen Stock. Die Melancholie von Jahren brach sich Bahn. Unbekannte Gefühle, tief begraben, brachen aus dem Alten heraus, wie Geister denen es nun zur zwölften Stunde schlug.<br />
„Ach ihr Menschen, solange wollte ich nun ohne Euch sein, aber was ist mein Tun und Wirken ohne Euch wert?<br />
Umso mehr seid Ihr mir verhasst!<br />
Aber, was nutzt die ganze Schaffenskraft, wenn sich doch kein Gedanke rafft?<br />
Was tu ich da der hohen Worte, wenn dessen Klang kein Ohr wird finden?<br />
Was tue ich an diesem Ort, wohin sich nie ein Mensch verirrt?<br />
Umsonst tut sich mein Geist nur schinden, den mehr als Ignoranz nur straft.<br />
Ihr sollt hören, sollt mir sagen, ob eines meiner Worte traf!“<br />
Keine Antwort.<br />
Er setzte sich und sah nachdenklich aus, als ihm etwas ins Bewusstsein drang, das ihn schon immer im Nacken saß und hin und wieder zwickte. Etwas das er aber immerzu verdrängte und beizeiten auch im Rausch gewisser Substanzen einfach vergaß.<br />
„Niemals, habt ihr mich gehört! Ihr konntet mich nicht hören!<br />
Ich gab Euch nie Gelegenheit, sich überhaupt an mir zu stören!“<br />
Wutentbrannt sprang der namenlose Schauspieler auf. Der nun seiner Rolle angesichts solcher Wahrheiten ganz entglitten war. Zornerfüllt hieb er mit dem Stock in den Spiegel, der in unzählige kleine Scherben zersprang. In jeder einzelnen funkelten die Flammen der Fackeln; in jeder war das kleine zornige Gesicht des alten, bärtigen Mannes zu sehen.<br />
„NEIN!!!“ schrie dieser verzweifelt.<br />
Und dann kniete er nieder, wühlte in dem Spiegel-Scherben-Meer und ignorierte die Schnitte an seinen Händen. Draußen heulte der Wind eine frostige Melodie zu dem Drama, welches gleich im ersten Akt seinen Höhepunkt gefunden hatte.<br />
Zwei Nächte lag der Namenlose schlaflos. Es war eisig und dunkel in der Hütte. Auf dem Boden lag ein Puzzle von einem Spiegel. Tausende, kleine bissige Spiegelchen.<br />
Daneben der willenlos verzweifelte Namenlose. Es plagten ihn Fragen über Sinn, Zweck und noch fassungslosere Dinge.<br />
Der Tag brach an, als er Hab und Gut (wenn man es denn so nennen kann), packte und in eine zufällige Richtung wanderte. Woher er damals kam… das hatte er schon lange vergessen. Es war ein schwerer und langer Marsch. In der zweiten Nacht wäre er fast erfroren und er war sich schon fast sicher, sein Ende dort zu finden. Das wäre ja auch Recht, aber aufgeben wollte er dann doch nicht. Also hielt er durch, bis er eine Spur der sogenannten Zivilisation fand. Eine Straße! Dieser folgte er eine Weile, bis er ein Dorf sehen konnte.<br />
Mit Grausen erinnerte er sich an Vergangenes. Dann ging er los und war erstaunt über die ersten Menschen, die er nach all den Jahren zu Gesicht bekam. Aus der Ferne sahen sie fröhlich aus und waren gänzlich anders gekleidet als seinerzeit. Ihr Blick änderte sich, sobald sie ihn wahrnahmen: dann schauten sie nur angewidert und/oder misstrauisch. Diese Emotionen kannte er, die waren unvergessen. Er selbst blickte freundlich, lächelte, aber die Menschen huschten trotzdem schnell vorüber. Der Namenlose wollte es ihnen nicht verdenken, denn ihm war bewusst, wie merkwürdig und verwahrlost er auf sie wirken musste.<br />
In der Mitte des Dorfes stand eine überragende Kathedrale, davor ein großer Marktplatz. Die hohen Treppen würden seine bisher größte Bühne abgeben und so stellte er sich dort hin und begann mit seiner Vorführung, seiner Predigt, oder wie auch immer man die nun folgende Posse am liebsten benennen würde:</p>
<p>„Sehr verehrte Damen, werte Herren, also sehr verehrte Gäste!<br />
Es freut mich sehr zurück zu sein, zu einem ganz besonderen Feste.<br />
Was feiern wir in diesen Tagen, mag sich der ein und andere Fragen?“<br />
Eine neugierige Zuhörerschaft versammelte sich.<br />
Skurril, das Ganze, kann man sagen, aber wer mag das nicht.<br />
„Vor langer Zeit schon ging ich fort und so entkam ich diesem Ort.<br />
Ein dunkler Ort voll Menschlichkeit, mit Liebe Lust und Grausamkeit.<br />
Die Letztere war es, die mich trieb, wovor mir nur die Flucht noch blieb.<br />
Eine jede Wette, ihr kennt das alle! Die Welt bringt uns so oft zum Falle.<br />
Haltet mich für feige, das ist ganz egal: Wo der Krieg wütet, entflieht man doch der Qual!<br />
Tja, wo ist in Kriegswirren wohl der Hund begraben?<br />
Im Machthunger, in uns, im großen Verlangen und im düsteren Behagen!<br />
So manch ein Hund trägt eine Krone! Sitzt dick und fett auf seinem Throne.<br />
Und wenn er dann die Zähne fletscht, OH ! sind alle plötzlich ganz entsetzt!<br />
Und dann vergessen wir immer, dass WIR die Königsmacher sind!<br />
Wir! Haben nicht nein gesagt!<br />
Wir! Haben in diesem Sinne versagt!<br />
Auch wenn es nicht immer so scheinen mag! So ist doch stets unsere Duldung der Nagel zum Sarg!“<br />
Widerwillig, zustimmendes Geraune! So hitzige Worte, mutig und wahr, zum Staunen!<br />
Begierig harrend was kommen möge, so standen sie da. Viel zu selten macht sich einer so zum Narr.<br />
Dennoch war aus dem Publikum Zustimmung zu vernehmen, da wollt sich wohl jemand, wie ein Revoluzzer benehmen!<br />
Revoluzzern!, ganz still und ganz heimlich, das tun wir doch alle, sein wir mal ehrlich!<br />
Eine Attitüde die gefiel, denn Rebellion war doch auch immer schon des Pöbels Stil.<br />
„So bleibt die Welt voll Angst und Schrecken, für Bauernvolk und tapfere Recken.<br />
Dann plagt uns schnell das ganze Leid, wenn die Macht tanzt! &#8211; in ihrem blutigen Kleid.<br />
Das einzige Rettung, das wissen wir – Macht und Geld! Und das macht Gier!“<br />
Der Namenlose blickte finster lächelnd hinab auf die Menschen.<br />
„Wert ist sie uns nichts diese Welt, das haben wir schon festgestellt:<br />
Vermüllt, zerlebt zerstört… so haben wir das Antlitz der Welt entstellt!<br />
Wir spielen mit der Natur, als ob sie nicht mehr sei, als eine Frisur!<br />
Ein Design, ein Diener gewissermaßen! aber gut&#8230; von Vernunft keine Spur!“<br />
Vereinzelt klatschten verwegene Gestalten, als ob sie was wüssten, von den Worten des Alten.<br />
„Und wo ihr Euch nicht sicher seid, da soll es dann der Glaube tun!<br />
Da könnt ihr hassen und morden, aber niemals ruhen!<br />
Ihr verschleiert Eure wahren Gefühle, unter kirchlich-kitschigen Gewühle!<br />
Da habt ihr Euch was aufgebaut, auf das der Herr zufrieden schaut!<br />
(Wääh! Verächtliche Geste!)<br />
Doch eins! dass müsst ich ihr Euch nun sagen lassen:<br />
Der Herr, den ihr als Gott verehrt… Oh, Gott! Ist der menschlich: mit Zepter und Schwert!<br />
Ihr könnt mich nun ja dafür hassen!:<br />
Aber was ihr als Kirchen hingestellt, das hat gewiss kein Gott bestellt!<br />
Die Religion wie ihr sie nennt, das ist kein Gott! Aber etwas, das ihr kennt:<br />
Es ist die reine Macht, die Euch versklavt! Hat Euch jemals wer anders, als ein Mensch bestraft?<br />
So steht ihr nun und schaut verdutzt, seid Euch des Wahnsinns halb bewusst…“<br />
Die Menschen nickten und waren sich klar, die Worte des Alten waren irgendwie schon wahr.<br />
Aber, das ist halt Satire, nicht das sie jemanden wirklich störe!<br />
„Aber ach, was soll ich mich damit plagen. Mensch zu sein ist für sich kein Versagen.<br />
Ihr seid nun mein Gericht; und an Euch geht nun mein Gedicht:<br />
Was wollt ihr tun mit einem, der Euch nicht versteht?<br />
Mit so einem, der jenseits aller Menschen geht?<br />
Ihr könnt mich hassen und mir zürnen, doch verletzen &#8211; könnt ihr mich nicht.<br />
Der Einsamkeit wachsen größere Dornen, da hat Euer Urteil kein Gewicht!“<br />
„Nein Alter, ihr seid uns ganz Willkommen!“<br />
„Da danke ich! Vielleicht seid Ihr doch nicht so verkommen.<br />
Ich begrüße Euch voll Dankbarkeit, für Gastfreundschaft und Heiterkeit.<br />
Und will nicht weiter ernsthaft sein, und nicht weiter über Euch richten!<br />
Viel lieber erzähle ich Euch meine Geschichten:<br />
So manchmal ist das Leben ja, zum Lachen und ganz wunderbar!<br />
Da war zum Beispiel eines Tages, ein junges Mädel, ein ganz zartes,<br />
die Jungfrau Sina! &#8211; die spielte gern, mit ihrem liebestollen Kammerdiener…<br />
jetzt nicht so auf perverse Weise, denn sie war schüchtern und recht leise.“<br />
Da war die Menge aufgeweckt, voll Spannung und vor Lust ganz jeck.<br />
Das Gefiel! Schweinigelei mit Stil.<br />
Das ist es, was den Mensch bewegt! Auch wenn er sonst kein Laster hegt, dann schaut er doch ganz gern, welch Umgang so manch anderer pflegt.<br />
„Der Diener war kein großer Held, ein kleiner Mann, halt ohne Geld.<br />
Der tat, um sich was zu was zu verdienen, in Sinas Haus oft Geige spielen.<br />
Dem Spiel der Geige zugetan, gab sie sich gern ganz lieblich dar.<br />
Der Diener jedoch, war ein Schlawiner, wollt mehr sein als ihr Kammerdiener.<br />
Er spielte um der Liebe Willen, um das Loch in seinem Herz zu füllen.<br />
Er spielte um das Mädchenherz. Für sie jedoch, war es nur Scherz.<br />
Die Kleine trieb ein wildes Spiel, der Diener bald zum Opfer fiel.<br />
Er verzweifelte und weinte, als sie ihm seine Lust verneinte.<br />
Und dann in einer stillen Nacht, hat er sich dann halt umgebracht.<br />
Nun mag man sich so fragen, was würd denn wohl das Mädchen dazu sagen?“<br />
Ein fragender Blick ins Publikum&#8230; Bis auf einen blieb es stumm.<br />
„Ja, mann! Sag uns, was hat sie gedacht?“<br />
„Naja – liebe Leute &#8211; sie hat laut gelacht!<br />
Sie hat etwas gelernt, etwas Erfüllendes: ein ganz neues Gefühl von Macht!“<br />
Empörung machte sich breit, wie kann sie nur, wie kann sie nur froh sein über das Leid?<br />
Wenn sie doch kapieren würden: die Macht trägt mit Vorliebe doch ein blutiges Kleid!<br />
Ein solches Ende mag halt keiner, und halb erzürnt fragt dann halt einer:<br />
„Aber bitte, wo bleibt denn da das Happy-End?“<br />
„Also, das ist etwas womit ich nicht gern Zeit verschwend…<br />
Aber gut:<br />
Die kleine wusste nun wie´s geht, wie man den Männern den Kopf verdreht.<br />
Irgendwann hat sie`s aber zu weit getrieben… da kamen der Männer gleich sieben!<br />
Denkt Euch selbst wies weiter geht, sie hat es halt nicht überlebt…“<br />
„Und das soll dann nun Gerechtigkeit sein?“<br />
„Aber nein…<br />
Gerechtigkeit ist nur eine Illusion, der Realität ein Hohn!<br />
Was stört Euch an der Schlechtigkeit? Der Mangel an Gerechtigkeit?<br />
Schaut Euch doch um, ihr kleinen Wichte, was stört Euch denn an meiner Geschichte?<br />
Ist das nicht, dass was wir erleben? Was nutzt es dem zu widerstreben?<br />
Wir treiben`s wild und tun moralisch, obwohl der Trieb doch immer da ist.“<br />
Da schwiegen sie für kurze Weile, mit Gedanken an die letzte Zeile.<br />
Der Namenlose setzte nach.<br />
„Wie sonst, denkt ihr Euch das Ende?<br />
Wie sonst soll´s gehen, dass ich kein Wort verschwende?“<br />
„Ich wünscht der Geiger hätt sie bekommen!“<br />
„Das hätt dem Ganzen die Pointe genommen.“<br />
„Dann hätt sie doch wenigstens trauern müssen.“<br />
„Ach! Dir haben doch die Pfaffen ins Hirn geschissen!“<br />
„Deine Story ist Scheisse! Gefällt uns nicht!“<br />
„Nun denn ihr Guten, das ist besser als nichts.“<br />
„Jetzt willst Du uns einfach so stehen lassen?“<br />
„Ich kann es! Mach`s besser, so will ich`s belassen.“<br />
Der Ex-Eremit, verließ die Bühne, war zufrieden. Was auch immer nun noch kommen möge.</p>
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		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ich nun auch bei Soundcloud vertreten bin, gibt es hier eine aktuelle Aufnahme zu hören. Es ist rein instrumental und ein etwas anderer Stil, als meine älteren Aufnahmen. Viel Spass!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich nun auch bei Soundcloud vertreten bin, gibt es <a href="http://soundcloud.com/Janus-Vile">hier</a> eine aktuelle Aufnahme zu hören. Es ist rein instrumental und ein etwas anderer Stil, als meine älteren Aufnahmen. Viel Spass!</p>
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		<title>Jane Doe</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 18:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Jane Doe]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Trash-Story&#8230; Jane Doe Wie wir alle wissen gibt es keine Vampire und Vampirgeschichten sind mir verhasst. Sie sind meist entweder albern überladen mit altem Aberglauben oder elenden Kitsch. So tut es mir fast Leid, wenn meine Erzählung jetzt &#8230; <a href="http://www.trecki.net/tr3xx1/jane-doe/425">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Trash-Story&#8230;</p>
<p><em>Jane Doe</em></p>
<p>Wie wir alle wissen gibt es keine Vampire und Vampirgeschichten sind mir verhasst. Sie sind meist entweder albern überladen mit altem Aberglauben oder elenden Kitsch. So tut es mir fast Leid, wenn meine Erzählung jetzt ähnlich daher kommt, aber es ist im eigentlichen Sinne auch keine Vampirgeschichte; es geht vielmehr um ein Geschöpf ganz anderer Art und ich werde mich bemühen ohne große Schnörkel und Gefühlsduselei zu berichten.</p>
<p><span id="more-425"></span></p>
<p>Zu Beginn möchte ich mich kurz vorstellen. Der Form halber gewissermaßen, denn mit allzu großen Besonderheiten kann ich nicht aufwarten. Schwer ist es aber immer, sich in ein paar kurzen Zeilen selbst zu präsentieren. Nun denn: Als geschiedener Mann lebe ich seit ungefähr zwei Jahren allein in einem netten Haus in der Vorstadt, welches ich einst mit meiner Frau teilte. Geplagt von den kleinen Dramen des Alltags die man so kennt und hauptberuflich in einem Büro-Job tätig, der mir gefällt und dessen Beschreibung den geneigten Leser nur langweilen würde. Man könnte mich für einen dieser durchschnittlichen Spießer halten, aber wie alle diese durchschnittlichen Spießer, habe ich natürlich auch noch eine andere Seite.</p>
<p>Man fragt sich, was könnte so ein Spießer zu erzählen haben. Und ich hätte sicher nichts zu erzählen, wenn ich da nicht diesen außergewöhnlichen Nachbarn hätte. Dieser wohnt rechter Seite meines Hauses und ist nicht gerade beliebt um es mal möglichst galant auszudrücken. Nicht nur sein Garten wirkt rebellisch. Er selbst ist ein älterer Herr, der sich sehr spärlich zeigt und über den die Menschen tuscheln. Er hat etwas Geheimnisvolles an sich und das hat Menschen seit jeher dazu verleitet, mit einer gewissen Angst die ärgsten Gerüchte zu streuen. Wohl typisch für jede solche Nachbahrschaft: Es gibt ja immer einen, bei dem die ganzen Durchschnitts-Familien ihre zweieinhalb Kinder aufrufen, bitte nicht gerade vor diesem Haus zu spielen.</p>
<p>Zusammen mit meiner Frau… Ex-Frau sprachen wir öfter über diesen Menschen, ohne ihn wirklich zu kennen. Er grüßte immer freundlich, aber niemand erfuhr mehr über ihn und so spekulierten wir nur. In diesem Sinne hoben wir uns nicht von den Menschen in unserer Umgebung ab.<br />
Vor etwa drei Monaten ertappte ich diesen Menschen einmal dabei, wie er panisch aus seinem Haus flüchtete. Ich fragte ihn, ob alles in Ordnung sei und er antwortete nur „Jaja, alles in Ordnung.“ Er sei nur etwas durcheinander und so sah der gute Mann auch aus. Wir plauderten kurz über diese und jene Belanglosigkeit, bis er sich wieder einigermaßen im Griff zu haben schien.</p>
<p>Vor etwa sechs Wochen, ich genoss gerade meinen Urlaub, saß ich an einem sonnigen Abend auf der Terrasse und las in einem Buch und trank dabei wohl schon die zweite Flasche Wein. Ich bemerkte irgendwann meinen sonderbaren Nachbarn der in seinen Garten stand und zu mir herüber sah. Ich grüßte wie gewohnt und er grüßte zurück. Er wirkte irgendwie nervös, irgendwie angespannt. Ich dachte mir erst nichts, doch dann winkte er mich heran. Sehr ungewöhnlich, denn „kommunikativ“ wäre wahrscheinlich das letzte Adjektiv, mit dem man ihn beschreiben würde. Ich legte mein Buch beiseite und ging ein wenig belustigt auf den skurrilen Nachbarn hin. Was könnte er wohl wollen?<br />
„Guten Abend Mr. Doe, wie geht es Ihnen?“ fragte ich, gefasst auf eine belanglose Plauderei.<br />
„Oh, Mr. Meyer. Ich möchte Ihnen gerne etwas zeigen.“ Sagte der Mann mit verschmitztem Grinsen. Aus der Nähe machte er einen noch merkwürdigeren Eindruck. Er war normalerweise recht gepflegt, jetzt wirkte er trotz seines Vergnügens irgendwie übermüdet, ungepflegt und ein wenig angsteinflößend.<br />
„Ja, Mr. Doe was möchten Sie mir denn zeigen.“<br />
„Kommen Sie, kommen Sie!“ winkte er mich über den Gartenzaun, auf sein Haus deutend.<br />
Ich war erstaunt aber auch schrecklich neugierig bei dieser unerwarteten Einladung. Soweit ich weiß, war in diesem Haus niemals jemand zu Besuch und umso mehr erstaunte es mich in seinem Wohnzimmer eine hübsche Frau vorzufinden. Diese war groß, schlank, dunkelhaarig. Aber am meisten erstaunte mich, dass sie völlig nackt dort stand.</p>
<p>Ich blickte Mr. Doe fragend an und er lächelte nur und sagte „Kommen Sie, lernen Sie Jane kennen.“<br />
Ich musste lachen und sagte immer noch etwas verunsichert. „Ja gerne Mr. Doe. Meine Güte, das hätte ich Ihnen nun nicht zugetraut.“ Ich ging auf die Dame zu, die mich aber nur anschaute. Ich gab ihr die Hand und die gab wohlige, kichernde Geräusche von sich, sagte aber nichts. Ich stellte mich vor, und wurde noch nervöser, als sie nicht antwortete und mich nur anlächelte. Jetzt war ich fest davon überzeugt, dass es sich um eine offensichtlich geistesgestörte Person handeln musste.<br />
„Fassen Sie sie ruhig an Mr. Meyer.“ Forderte mich mein Nachbar auf.<br />
Ich blickte ihn fragend an. „Also Mr. Doe, für wen halten Sie mich. Ich kann doch nicht…“<br />
In diesem Moment stand die Schönheit auf und drückte ihren Nackten Körper fest an mich. Dann küsste sie mich intensiv und mir wurde etwas schwindelig. Was war hier eigentlich los? Mein Nachbar sah zufrieden lächelnd zu, wie das schöne Wesen mich verführte. Sie sprach kein Wort und kannte wohl nur eine Sprache und in allen Sprachen die ich kannte, ging mir jedes ablehnende Wort abhanden.<br />
Nun denn, ein wenig beschämt war ich. Darum will ich gar nicht auf Details eingehen. Jeglicher Konversationsversuch mit dieser Frau wurde nur mit einem Lächeln und einem Schnurren, wie es dem Wesen von Katzen entspricht, beantwortet. Und Mr. Doe erwiderte alle Fragen nur lächelnd mit dem Versprechen mich zu einem späteren Zeitpunkt über die geheimnisvolle Besucherin aufzuklären. Zu später Stunde begab ich mich Heim. Ich schlief befriedigt ein, obwohl ich mir doch sehr viele Fragen stellte.</p>
<p>Am nächsten Morgen konnte ich es kaum erwarten Mr. Doe und seine merkwürdige Jane zu sehen, aber ich scheute mich sehr bei ihm zu klingeln. So setzte ich mich zunächst auf die Terrasse, wo er mich sicherlich bemerken würde. Bis Mittag hielt ich es aus und als niemand sich blicken ließ, überwand ich mich und klopfte an Mr. Doe`s Tür.<br />
Es dauerte eine Weile bis die Tür sich endlich einen Spalt breit öffnete und ich einen sehr erschöpften Mr. Doe zu Gesicht bekam. Ich erschrak förmlich. „Mr. Doe, ist alles okay? Ich wollte…“<br />
Mr. Doe winkte ab und sagte nur, dass es ihm gerade sehr schlecht ginge. Ich akzeptierte dies nicht ohne ihm vorher noch meine Hilfsbereitschaft zuzusichern und verließ sein Grundstück mit nur noch mehr Fragezeichen im Gesicht. Den ganzen Tag befragte ich mich um die Vorgänge im Nachbarhaus, aber wusste nicht besser zu tun, als abzuwarten.</p>
<p>Den nächsten Tag ging ich also wieder zu Mr. Doe`s Tür. Er sah immer noch sehr erschöpft aus, bat mich aber hinein. Ich befragte ihn zunächst nach dem Befinden und er sagte, dass es ihm nun wieder gute gehe. Also fragte ich gleich nach Jane und ihrem Befinden.<br />
Er lächelte gezwungen. „Es geht ihr gut.“<br />
Der Mann rückte aber mit der Sprache nicht so recht heraus. Wer war sie? Wo war sie? Und warum hatte sie mich verführt?<br />
„Mr. Doe, ich weiß nicht ganz wie ich es sagen soll… Aber… Ist das Ihre Tochter?“ fragte ich schließlich. Dieser unangenehme Gedanke schien mir doch der wahrscheinlichste zu sein und ich hoffte, dass dies nicht der Fall war. Mr. Doe schaute nachdenklich und antwortete „Gewissermaßen ja. Kommen Sie mit, ich erkläre Ihnen alles.“<br />
Dann gingen wir zusammen in den Flur, wo eine Treppe in den Keller hinab ging. Ich begann mir die schlimmsten Szenarios von Folterkellern auszumalen, was ich aber zu sehen bekam, war… nicht so schlimm? Schlimmer? Ich weiß es nicht. Es war sehr verstörend.<br />
Wir betraten einen Raum mit großen Schränken. Mr. Doe öffnete einen davon und entnahm einen Ganzkörper-Anzug und eine Atem-Maske. Ich blickte sichtlich irritiert, verkniff mir aber jeden Kommentar. Er wieß mich an, die Schutzkleidung anzulegen und ich folgte seiner Aufforderung. Dann öffnete er eine weitere Tür und ich war sehr erstaunt, was ich zu sehen bekam. Es war ein großes Labor. Sehr sauber mit einigen großen Aquarien in der Mitte. Mir schwirrten die krankesten Phantasien durch den Kopf, die Mr. Doe auch umgehend bestätigte.</p>
<p>Ich erfuhr also Folgendes über meinen skurrilen Nachbarn:<br />
Er war ein Forscher und im Bereich der Molekular-Biologie tätig. Er war mit Medikamenten-Forschung befasst war, die ihm sehr viel Geld einbrachte, bis er dann wegen Versuchen an Menschen rausgeworfen wurde. Er wurde wohl sogar verurteilt und durfte sich auch offiziell nicht mehr Doktor nennen und selbstverständlich auch nicht mehr in diesen Bereich arbeiten, aber ihm blieb einiges an Geld erhalten. Und so forschte er weiter und erweiterte sein Wissen um Kenntnisse auf dem Gebiet der Genetik. Er wollte einen Traum verwirklichen: Die Erschaffung eines lebenden Sextoys.<br />
Ja, es ist eine absurde Angelegenheit über die ich hier berichte. So muss es klingen, denn dem Mann ist ein Wahnsinn gelungen. Ich habe Jane nicht nur gesehen, sondern erlebt!</p>
<p>Um auf die Eingangs erwähnten Vampire zurückzukommen: Jane ist natürlich kein Vampir. Sie braucht aber Echt-Blut-Transfusionen en masse.<br />
Nun erfuhr ich die Details: Jane war erst eine Woche alt und der Dr. schaffte es nur mit großer Mühe Bluttransfusionen zu organisieren und sein eigenes zu geben. Er brauchte mich, um sein Geschöpf am Leben zu erhalten. Nur darum durfte ich an diesem Geheimnis teil haben. Und er war bereit, mich dafür mit ihr zu belohnen. Ohne lang zu überlegen willigte ich ein und war gespannt Jane wiederzusehen. So gab ich ihr zum ersten Mal mein Blut und nahm so gleich darauf die Belohnung in Empfang.<br />
Mr. Doe nannte sie ein Sextoy, aber sowohl er, als auch ich wussten sofort, dass sie mehr war. So willig sie auch war, hatte sie ihre eigene Persönlichkeit und war einfach liebenswert, obgleich eine Konversation mit ihr nur sehr eingeschränkt möglich war. Sie gab sich vergnügt quiekend und zärtlich, wenn sie Gefallen an allem fand, wurde aber schnell widerspenstig, wenn ihr etwas missfiel. Und wenn ihr Blut langsam giftig wurde, begann sie jämmerlich zu weinen, dass man Mitleid bekam.<br />
Der Doktor arbeitete Tage und Nächte daran, das Problem zu lösen und ich hätte ihm gerne dabei geholfen, konnte aber nichts weiter tun, als verschiedene Mittelchen, deren Zweck mir nicht geläufig war, zu beschaffen. Leider blieben seine Bemühungen erfolglos und wir spendeten Jane mehr Blut, als uns gut tun konnte. Nach einer Weile sahen wir alle drei ausgezehrt und blass aus.</p>
<p>Vor etwa drei Wochen gab Mr. Doe sein letztes Blut für Jane. Er starb auf seiner Liege im Labor während Jane sich lächelnd auf der Liege daneben entspannte und ich selbst schon völlig verausgabt von einem Stuhl aus zusah. Mir selbst tat es sehr leid, denn so langsam hatte ich den alten schrulligen Mann liebgewonnen. Wir hatten ja viel Zeit zu reden, denn ich war fast die ganze Zeit bei ihm und Jane. Ich beerdigte ihn nachts in seinem Garten, trauerte um ihn und sein Blut.<br />
Wenn Jane Doe ein Vampir wäre, wäre es viel einfacher, sie könnte sich selbst nähren. So aber fiel mir diese Aufgabe zu. Ich ging nicht mehr zur Arbeit und stellte mich krank. Ich hatte zu wenig Zeit und Kraft um mich noch um irgendetwas anderes als meine Jane zu kümmern. Ich verbrachte meine Zeit mit ihr ohne sie um die Dienste zu bitten, für die sie eigentlich erst geschaffen wurde. Ich war zu erschöpft dafür und abwechselnd kümmerten wir uns liebevoll umeinander, wenn dem anderen gerade die Lebenskraft zuneige ging.<br />
Mein Blut reichte nicht, also kam ich nicht umhin, welches zu organisieren. Und Blut zu organisieren ist naturgemäß eine blutige Angelegenheit. So verlor ich meine Menschlichkeit. Eine Menschlichkeit, die meine liebe Jane nie hatte, die ich ihr aber um jeden Preis schenken wollte, die ich mir nach jeder Blutspende einredete, an ihr erkennen zu können.</p>
<p>Meine kleine Jane sitzt nun jeden Tag traurig schauend und weinend im Keller des Mr. Doe. Jeden Tag besuche ich sich sie, spende mein Blut und das unfreiwilliger Spender und versuche etwas Tröstliches. So sehr sie sich auch manchmal an mich schmiegt: ich kann ihr nichts geben, dass sie glücklich machen könnte. Ich bin nicht nur zu kraftlos… das Morden hat mich zerstört. Ich bin kein Mörder, ich will doch nur…. meine Liebe am Leben halten. Seit Tagen, aber ich bin am Ende. Nur eine Frage der Zeit, bis sie mich erwischen würden.</p>
<p>Seit Stunden liegen wir uns in den Armen und wissen, dass es kein Leben für uns geben kann. Wir sterben liebend, lüsternd, einsam, schweigend, trauernd.</p>
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		<title>Vile Elegy &#8211; Der Narrheit großer Sieg</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 21:41:52 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 18:20:42 +0000</pubDate>
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		<title>Vile Elegy &#8211; untitled and instrumental</title>
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